Veggietag nur donnerstags? Vorstellung im Landratsamt Bayreuth

Menschen für Tierrechte Bayreuth wurden gestern (14. Juni 2010) freundlich im Landratsamt Bayreuth empfangen. In Vertretung des Landrats Herrmann Hübner hörten uns interessiert Oberverwaltungsrat Daniel Frieß, Regierungsrätin Sabine Kerner und Veterinärdoktor Friedrich Nützel zu.
Wie schon im Rathaus Bayreuth überreichten wir auch hier unsere Bittschrift bzw. Aufruf nach einem vegetarischen Wochentag. Wir waren sehr überrascht, auf so viel Offenheit und Neugierde zu stoßen. Regierungsrätin Kerner fragte gar spitzbübisch, ob es denn unbedingt der Donnerstag sein müsse, Donnerstag sei in der Kantine der Bratentag.
Oberverwaltungsrat verwies auf die just abgelaufene Kampagne des Regionalmanagement Bayreuth Stadt und Land „Weniger CO2“, welche zu regen Diskussionen im Landkreis geführt habe. Man sei weiteren Aktionen gegenüber aufgeschlossen betonte er, wenn es um  Klima- und Umweltschutz ginge. Das Klimaschutz auch Tierschutz innehat, war allen Gesprächsteilnehmern klar.
Einen Ausblick konnten wir auch auf weitere Aktionen vermitteln:
Informationsstände in der Innenstadt, Vorträge in Kooperation mit der VHS Bayreuth, Filmvorführungen, Kochkurse und natürlich unsere Jugendarbeit. Ideen gibt es viele, leider noch zu wenig Aktivisten und so überreichten wir denn auch einen Mitgliedsantrag. Und wir versprachen, zu Filmvorführungen („We feed the world – Essen global“, „Earthlings“ (eine Dokumentation über den Konsum von Fleisch und die Nutzhaltung von Tieren“ „Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wären alle Menschen Vegetarier“ (Sir Paul McCartney), „Die Bucht“ (über das Delfinschlachten in Japan) die Gesprächspartner gezielt einzuladen.
Von verschiedenen Seiten beleuchteten wir eines unserer Hauptthemen: Landwirtschaft – artgerechte Haltung der sogenannten Nutztiere. Die Zukunft wird es zeigen, wie alle Beteiligten (Amtsveterinäre, Landwirte sowie Tierrechte Bayreuth) aufeinander zugehen werden zum Wohle der Tiere. Vielleicht müssen auch ganz andere Ämter oder Organisationen zu Rate gezogen werden, wenn sich z.B. herausstellt, dass schlechte Haltung von „Nutz“-Tieren aufgrund einer Hilfebedürftigkeit des Halters entstehen. Im Vordergrund stand die von vielen Seiten geforderte „Zivilcourage“.
Für die Offenheit sowie dem deutlichen Wunsch nach einer konstruktiven Zusammenarbeit bedankten wir uns.  
Menschen für Tierrechte Bayreuth würde sich nun freuen, wenn das Landratsamt Bayreuth den  Aufruf der Albert-Schweitzer-Stiftung nach einem Fleischlosen Wochentag umsetzen könnte.
Das wäre eine dicke Schlagzeile nicht nur in Tier- und Umweltschutzkreisen wert. Wir bleiben am Ball!