VEGANISMUS: Das Märchen vom Mangel ist längst widerlegt

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VEGANISMUS: Das Märchen vom Mangel ist längst widerlegt

Beitragvon Admin » Do 22. Mai 2014, 19:54

Das Märchen vom Mangel ist längst widerlegt
THEMA: VEGANISMUS
Zu den Leserbriefen über Veganismus, Kurier vom 7. Mai, ausgelöst durch den Leserbrief von Wolfgang Arneth, Kurier vom 3. Mai.
Ich wollte es zunächst nicht glauben, aber wenn man die Leserbriefe derer liest, die sich vehement gegen eine vegane Ernährung aussprechen, muss man zwangsläufig erkennen, was der hohe Fleischkonsum im Gehirn anrichtet. Natürlich braucht es mehr Grips, eine vollwertige Gemüsepfanne vorzubereiten, als ein Pfund Fleischsalat oder Leberkäse in sich hineinzumampfen oder einen Braten in die Röhre zu schieben.
Frische fleischfreie Ware einzukaufen ist kein Auswuchs einer wohlhabenden Gesellschaftsschicht, weil genau die es sich leisten könnten, das viel teurere Fleisch jeden Tag auf den Teller zu legen. Intelligente und gebildete Menschen vermeiden das Fleisch in ihrer Ernährung, weil es überhaupt kein Argument mehr für den Verzehr gibt. Wissenschaftlich ist es eine Tatsache, dass Vegetarier und Veganer eine für sich und die Umwelt optimale Ernährung betreiben. Schon 1997 zeigte die „Lyon-Diet-heart-study“ einen Rückgang der Herzinfarktrate um 75 Prozent unter einer sogenannten mediterranen Kost mit der Dominanz von Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte. Seit der gleichen Zeit ist eigentlich auch das Märchen von der Mangelernährung widerlegt.
In mehr als 20 Jahren konnte ich niemals einen Mangel von Eisen oder Vitamin B-Komplex im Blutbild bei Veganern feststellen. Ganz im Gegenteil hat dieser Personenkreis ganz exzellente Blutwerte und ist deshalb nicht darauf angewiesen, täglich eine Handvoll Tabletten zur Cholesterin-Triglicerid- und Harnsäuresenkung einzunehmen. Der Einwand, dass tierische Produkte für mehr Muskelkraft erforderlich sind, ist geradezu lächerlich, wenn man weiß, dass gerade die Topsportler diese vermeiden.
Der amtierende Europameister im Ironman-Triathlon L. Eneko und wohl zurzeit weltbester Profi ist ebenso Veganer wie viele seiner Konkurrenten. Selbst Bodybuilder und Kraftsportler wenden sich der fleischlosen Kost zu wie etwa der stärkste Mann Deutschlands und einer der Besten der Welt, Patrik Babomian – ein Veganer, wer hätte das gedacht?
In einer neuen Studie an der Universität von Tampa/USA wurde die Wirkung von Reisprotein gegenüber tierischem Protein auf das Muskelwachstum untersucht – es fand sich kein Unterschied! Allerdings vermeiden gerade die Sportler mit dem Fleischverzicht die Aufnahme hoher Anteile von Arachidonsäure, die zu Entzündungen der Sehnen, Muskeln und Gelenke führt und damit Verletzungen Vorschub leistet. Unter diesen Gesichtspunkten – einschließlich der negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima durch den Fleischkonsum, sowie dem unendlichen Leid der Tiere durch Massentierhaltung und Tiertransporte und dem täglichen Grauen in den Schlachthäusern – ist es nicht vermessen zu fordern, dass in der Mensa für unsere junge Elite nur noch vegetarische/vegane Speisen angeboten werden.
Reinhard Wittke, Bayreuth
Sportmediziner
Liebe Leser, mit diesen drei Briefen beenden wir das Thema Veganismus. Die Argumente sind ausgetauscht.
Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 13. Mai 2014, Seite 15
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