Schreie in Todesangst

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Schreie in Todesangst

Beitragvon Admin » Do 29. Mai 2014, 13:30

Schreie in Todesangst
Auch ich musste leider schon häufig Erfahrungen machen, wie Karen Greim sie in dem Bericht beschreibt. In unserem Dorf nahe Bayreuth steht regelmäßig ein Lastwagen mit Kälbern, die schreien. Tag und Nacht. Bei Hitze und Kälte. Stundenlang. Tagelang. Nächtelang. Oft wurde ich bereits von lautstarken Hilferufen der Kälber aus dem Schlaf gerissen. Mehrmals rief ich das Veterinäramt sowie die Polizei zur Hilfe. Immer dieselbe Antwort: Nichts zu machen. Solange die Kälber Wasser im Transporter haben, sehen sie keine Notwendigkeit einzuschreiten. Dann eben wegen Lärmbelästigung. Auch dann, nichts zu machen. Ich lebe in einer ländlichen Gegend, in der es völlig normal und zu akzeptieren sei, dass „mal eine Kuh muht“. Dass ein großer Unterschied besteht zwischen dem Muhen einer Kuh, die auf der Weide genüsslich ihr Gras wiederkäut und einem schreienden Kalb, das von der Mutter getrennt in Todesangst stundenlang ununterbrochen um Hilfe ruft, interessiert die Beamten allerdings nicht.
Sophia Hahn, Bayreuth
Nordbayerischer Kurier vom Donnerstag, 15. August 2013, Seite 10
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