Thema: JAGD Perverse Art, Wildschweine abzuknallen

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Thema: JAGD Perverse Art, Wildschweine abzuknallen

Beitragvon Admin » Fr 27. Mär 2015, 12:12

Zum Artikel „Erst fangen, dann erschießen“, Kurier vom 20 März.

Solche Artikel sind die beste Bestätigung für die Aktivitäten der Tierschützer, die es gibt. Nachdem Nachtsichtgeräte offenbar nicht ausreichen, wird jetzt versucht, auf diese perverse Art die Wildschweine in Fallen zu locken und dann aus nächster Nähe abzuknallen.

Da auch dies sicher nicht den gewünschten Erfolg bringt, werden vermutlich als nächstes unbemannte Drohnen eingesetzt und ukrainische Militärberater hinzugezogen. Hieraus ist abzulesen, welchen Schaden der Verzehr von radioaktiven Wildschweinbraten im Hirn auslösen kann. Viel schlechter jedenfalls kann das Image der Jagdgenossen kaum noch werden und selbst die eigenen Jagdverbände melden Bedenken an.

Um aus dieser Misere herauszukommen, sind echte Anstrengungen nötig. Hierzu empfiehlt die Sportmedizin, sich ein Paar Joggingschuhe zuzulegen und lange Waldläufe zu machen. Dies ist anerkanntermaßen gesünder, als stundenlang auf einem kalten Hochsitz zu verbringen und hätte auch noch eine Menge weiterer Vorteile.

Schon bei gemäßigtem Jogging steigt die Hirndurchblutung um sagenhafte 120 Prozent gegenüber dem Ruhezustand und die Sauerstoffversorgung um satte 100 Prozent (Hollmann et al.-Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 1996). Dies fördert vor allem die intellektuelle Leistungsfähigkeit und verhilft zu ganz neuer Erkenntnissen, etwa dass die rasante Vermehrung des Wildschweinbestands, der im Wesentlichen darauf zurückgeht, dass sich der Maisanbau in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verzehnfacht hat, keinesfalls durch die Jagd auf diese Tiere aufzuhalten ist. Neben der verbesserten Denkleistung führt das Jogging auch zum Abbau von Stresshormonen – also ganz anders als bei der Jagd – und damit zu einer Reduzierung des Aggressionspotenzials. Dies würde es ermöglichen, dass die Jagdfreunde nicht die Tierschützer für pathologisches Gedankengut verantwortlich machen, sondern dass sie selbst das Abschießen der arglosen Wildtiere als pathologisch einstufen.

Die verbesserte Durchblutung der entsprechenden Großhirnareale und der Abbau von Adrenalin wären der erste Schritt zu einer intelligenten Lösung der ungezielten Wildschweinvermehrung und würde das Kleinhirn entlasten, das dem Finger am Gewehr den Befehl erteilt. Somit entsteht eine sogenannte Win-win-Situation für Jäger und Wild und man fragt sich, worauf noch warten – her mit den Joggingschuhen und dann loslegen mit dem guten Vorsatz, die Tiere in Frieden zu lassen.

Reinhard Wittke, Bayreuth
NBK Pegnitz vom Dienstag, 24. März 2015
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